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Kolumnen der VFW

Hier finden Sie einige unserer Kolumnen, die in den “Kirchheimer Mitteilungen” veröffentlicht wurden.

  • Politik, was geht mich das an? (Januar 2012) weiter
  • Sind Sie auch ein Wutbürger? (Dezember 2011) weiter
  • Kartoffeln gehören in den Keller (November 2011) weiter
  • Unter die Räder geraten (Oktober 2011) weiter
  • “Wutbürger?” (September 2011) weiter
  • Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer (Juli 2011) weiter
  • Ortsentwicklung - es geht voran (Juni 2011) weiter
  • Links sind Bäume, rechts sind Bäume und dazwischen Zwischenräume (Juni 2011) weiter
  • Heimatverbundenheit?! März 2011) weiter
  • Alternativlos (März 2011) weiter
  • Armut im Landkreis und in Kirchheim (Januar 2011) weiter
  • Wir werden die Kinderkrippe schon schaukeln (November 2010) weiter
  • Ortsentwicklung und Verkehrsplanung (Oktober 2010) weiter
  • Ein heimisches Modell (August 2010) weiter
  • Vor dem Sommerloch (Juli 2010) weiter
  • Volksentscheid zum Nichtraucherschutz am 4.7.2010 weiter
  • 20 Jahre Bürgermeister Heinz Hilger (Mai 2010) weiter
  • Ortsentwicklung - Bürgervorschläge und Idee der Studenten (April 2010) weiter
  • Junge Familien nach Kirchheim (Februar 2010) weiter
  • 25 Jahre VFW – eine Erfolgsgeschichte (November 2009) weiter
  • Entengetratsch aus Kirchheim (Oktober 2009) weiter
  • Wirtschaftsförderung, aber wie? (August 2009) weiter
  • Kirchheims Zukunft mit den Bürgern planen (Juni 2009) weiter
  • Freie Wähler und Europawahl (April 2009) weiter
  • Supermarkt für Kirchheim (Februar 2009) weiter
  • Jahresrückblick und Ausblick auf 2009 (Grußwort unseres 1. Bürgermeisters, 14.1.2009) weiter
  • Gute Wünsche (Dezember 2008) weiter
  • Die Gemeinde und das Gemeinschaftsgefühl (November 2008) weiter
  • Ein heißer Herbst? (September 2008) weiter
  • Wohin will Kirchheim sich künftig entwickeln? (Juli 2008) weiter
  • Wahlnachlese und Ausblick (April 2008) weiter
  • Bauen, Wohnen und Leben in Kirchheim (Februar 2008) weiter
  • Für eine erfolgreiche Gemeindepolitik (Dezember 2007) weiter
  • Lebensqualität in Kirchheim?! (Oktober 2007)weiter
  • Ihre Beteiligung ist gefragt! (August 2007) weiter
  • Ortsmitte: Baurecht ist noch in weiter Ferne (Juni 2007) weiter
  • Ein gutes Neues Jahr…!? (Januar 2007) weiter

 

Politik, was geht mich das an?

Die hohe Anzahl an aktiven Teilnehmern auf der Ehrenamts- und Sozialmesse am 24. November haben erfreulich gezeigt, wie engagiert und interessiert die Kirchheimer Bürger an vielen Themen in der Gemeinde sind. Auch die hohe Anzahl an Besuchern auf der Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse Ende Mai / Anfang Juni hat das hohe Interesse der Bürger an der Zukunft der Gemeinde deutlich gemacht. Ganz im Widerspruch dazu steht die Besucherzahl bei den allgemeinen Gemeinderatssitzungen und die aktive Beteiligung in politischen Gruppierungen.

Allgemeiner Trend ist sicher eine gewisse Politikverdrossenheit, was oft gerade in der Bundespolitik nachvollziehbar ist. Hier gilt noch die Entschuldigung oder Ausrede: Was kann ich auf dieser Ebene wirklich bewegen? Es ist natürlich viel bequemer und auch ein Trend, nur zu konsumieren. Das ist einfacher, als sich aktiv zu beteiligen. Wenn Sie nicht zur Wahl gehen, können Sie sich nachher auch nicht über Entscheidungen in der Gemeinde beschweren. Ein erster Schritt politischer Aktivität ist also der Gang zur Wahlurne. Damit nehmen Sie schon aktiv Einfluss in die Politik. Auf Gemeindeebene führt das auch zu direkten Ergebnissen, die Sie direkt fühlen und sehen können. Diese Möglichkeit haben Sie aber nur alle sechs Jahre, im Rest der Zeit entscheiden andere für Sie. Hoffentlich haben Sie die richtige Gruppierung gewählt, die dann auch Ihre Interessen ins tägliche politische Leben bringt. Wirklich etwas bewegen können Sie auf Gemeindeebene nur durch aktive Teilnahme am politischen Leben, sei es indem Sie mit den von Ihnen gewählten Vertretern rege kommunizieren und durch ihn Ihre Interessen wirklich vertreten lassen oder durch eigenes politisches Engagement. Und das nicht nur durch kurzfristige, meist egoistisch motivierte Aktionen als der sogenannte „Wutbürger“. Auf Gemeindeebene lohnt sich eine aktive politische Beteiligung. Nehmen Sie so direkten Einfluss auf Dinge, die Sie angehen.

Werden Sie also aktiv in einer der etablierten Gruppierungen und nehmen Einfluss auf die Politik! Nicht nur reden oder schimpfen, sondern selbst mitarbeiten. Für uns, die VFW spricht, dass wir keinen übergeordneten (Landespolitik, Bundespolitik) politischen Vorgaben verpflichtet sind, keine persönlichen Interessen verfolgen, keine finanziellen Verflechtungen haben, seit 25 Jahren die Ortspolitik aktiv mit gestalten und uns auch ausschließlich um die Ortspolitik kümmern, also um das, was uns direkt angeht und wo wir direkt Einfluss nehmen können. Sie sind herzlich willkommen bei uns.

Wolfgang Heinz-Fischer
1. Vorsitzender VFW

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Sind Sie auch ein Wutbürger?

„Wutbürger“ – was ist das? Für mich ist das Wort ein heißer Kandidat auf das „Unwort des Jahres“. Nach meinem Verständnis sind Wutbürger Bürger, die der Politik nicht mehr trauen, da sie hinter jeder Entscheidung auf der politischen Ebene Verrat und Betrug vermuten. Aus diesem Grund opponieren sie gegen Alles und Jeden, egal ob es konstruktiv ist oder tatsächlich in verschleiernder Absicht, meist als politisch deklariert, geschieht.

Ich kann eine solche Meinung sehr gut verstehen. Es ist nicht einfach einer solchen Einstellung nicht nachzugeben. Doch was bringt sie uns? Alles wird verzögert und negiert. Gesunde und ökologisch wichtige Entscheidungen werden dadurch in die Länge gezogen, wenn nicht völlig blockiert.

Darüber hinaus gibt es auch die gegenteilige Tendenz. Verschiedene Gruppierungen versuchen uns ständig ein zu suggerieren - alles geht zu langsam. Hier ist sicherlich im übertriebenen Sinne der Spruch anwendbar: „Operative Hektik ersetzt geistige Windstille“. Es ist wohl unstrittig: Falsche oder überhastete Entscheidungen können, ohne meist das gesetzte Ziel zu erreichen, sehr viel finanzielle Mittel verbrennen und zu unumkehrbaren Veränderungen führen. Die nach einer Entscheidung planerischen und verfahrensmäßigen Vorgänge sind in den meisten Fällen ohnehin gesetzlich vorgeschrieben und lassen sich nur schwerlich beschleunigen.

Ein gesundes Mittelmaß mit einem Blick auf das Wesentliche erscheint mir da der richtige Weg zu sein. Um Abläufe zu beschleunigen ist es wichtig, dass die Hauptanliegen erkannt werden. Eine Diskussion von Detailfragen ist von sekundärer Bedeutung und fast immer nicht zielführend.

Diesen Spagat, das richtige Zeitmaß zu finden und die Gemeinde nicht in ein finanzielles Desaster zu führen, versucht unser Bürgermeister zu vollziehen. Mit 24, bzw. mit ihm 25 Gemeinderatsmitgliedern aus neun Fraktionen wahrlich kein leichtes Unterfangen. Dass es dabei immer wieder zu heißen Debatten kommt liegt in der Natur der Sache und dokumentiert nur das Bestreben aller, die beste Lösung zu finden.

Eine der Lösungen war ja auch unser jetzt geplantes Ortszentrum. Auch wenn die umliegenden Gemeinden angeblich über unser Hin und Her lachen, sind wir von der VFW doch der Meinung, dass die nun gefundene Lösung ein Optimum für unsere Gemeinde darstellt. Wir sind stolz darauf, dass wir einen gravierenden Anteil daran haben, dass die früheren, völlig überdimensionierten Planungen der letzten Jahre in die Tonne getreten wurden und einer Ortsmitteplanung weichen musste, die nach deren Verwirklichung seinesgleichen sucht. Bis dorthin ist es aber noch ein langer und schwieriger Weg, der auch von Ihnen als Bürger dieser Gemeinde viel Initiative erfordern wird. Das Ziel ist jedoch eine Gemeinde, in der wir uns alle wohlfühlen.

Seien Sie also kein „Wutbürger“, sondern machen Sie mit konstruktiven Vorschlägen und Anregungen mit. Es geht immerhin um unsere Gemeinde.

Ihr Gemeinderat Anton Feuerecker

In diesem Sinne wünscht Ihnen die Fraktion der VFW ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Neues Jahr.

Ihre VFW-Gemeinderäte Brian Burger, Monika Burger, Anton Feuerecker, Sepp Greger, Angela Hilger, Dr. Rainer Knüppel, Hubert Rufinatscher

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Kartoffeln gehören in den Keller (November 2011)

Unsere Gemeinde betreibt aktuell zwei Bauvorhaben, einmal die Kinderkrippe an der Poinger Straße neben der S-Bahn und dann das Funktionsgebäude für den Kirchheimer Sport Club neben dem Merowinger Hof.

Die Kinderkrippe soll dicht an die Poinger Straße gestellt werden, mit zwei genutzten Geschossen, jeweils für zwei Kindergruppen. Durch das abfallende Gelände wird von der Straße her das Gebäude im Obergeschoss betreten. Ein abgetrenntes Treppenhaus mit Lift führt zum Untergeschoss. Dieses hat direkten Ausgang zur niedrigeren südlichen Spielfläche, das Obergeschoss über Balkon und Treppe. Das Gebäude braucht funktionell kein zusätzliches Kellergeschoss, weil die Heizung über Geothermieanschluss erfolgen soll und keine Lüftungstechnik nötig ist. Eine Mehrheit im Gemeinderat wollte dennoch weiterhin die Planung eines Kellers; den kann man nicht nachträglich einbauen. Ich hatte daraufhin vorgeschlagen, im Keller doch Räume für die Volkshochschule vorzusehen. Diese hatte über Raumnot geklagt. In Feldkirchen und Aschheim hat unser VHS-Verbund eigene Räume, während hier in Schulen nur Räume mitbenutzt werden.

Der Bauamtsleiter hatte mich auf die Notwendigkeit von Brandschutz und Fluchtwegen bei öffentlich genutzten Räumen hingewiesen. Die Kellerfenster müssten dann „angeböscht“ werden und durch die dann weg fallende Spielfläche wäre das notwendige Soll von 480 qm (10 qm pro Kind) nicht mehr eingehalten. Insofern wäre ein Kellergeschoss der Kinderkrippe nur als Lagerraum nutzbar. Ich meine, dann sollte man besser ganz verzichten auf einen Keller, der durch das abfallende Gelände auch besonders teuer wird.

Für den KSC soll neben dem Merowinger Hof auf dem Gelände der abgerissenen Rülps-Baracke ein zweigeschossiges Funktionsgebäude entstehen mit Grundmaß 10 m x 47 m, was die sanierungsbedürftigen Umkleide- und Sanitärräume im Merowinger Hof ersetzen und zusätzlich noch Gymnastik-, Schiedsrichter- und Büroräume bieten soll. Weil das Erdgeschoss dann ganz für Lagerräume genutzt werden kann, wäre auch hier funktionell kein Kellergeschoss notwendig. Ein Keller soll aber - wieder nach Mehrheitsbeschluss des Gemeinderats - geplant werden, so dass hier gut 400 qm frei verfügbar wären. Wir setzen uns dafür ein, dass im Keller Räume für die VHS eingerichtet werden, mit Toiletten, Kellereingang/Fluchtweg und angeböschten Fenstern, was hier auch möglich wäre. Die zusätzlichen Kosten für eine solche Nutzung sollte man einsparen durch einen Verzicht auf ein Kellerlager bei der Kinderkrippe.

Rainer Knüppel, Gemeinderat der VFW

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Unter die Räder geraten (Oktober 2011)

Unsere Gemeinde hat über viele Jahre das Radfahren gefördert durch Absenken der Bürgersteige an den Kreuzungen und Ausbau des Radwegnetzes, durch eigene Fahrradstellplätze an der S-Bahn, an Schulen und anderen Gebäuden der Gemeinde. Nach dem Wettbewerb zur Ortsentwicklung sollen die Fahrrad-Stellplätze am Gymnasium verbessert und weitere Fuß – und Radwegbrücken über die Staatsstraße gebaut werden.

Dagegen mangelt es den Kirchheimern an Möglichkeiten zur häuslichen Unterbringung der Fahrräder, besonders bei Reihenhäusern, weil Bauträger einfach Grund sparen wollen und wenig Gedanken verschwenden an die Aufbewahrung von Mülleimern, Gartengeräten und eben auch Rädern. Die in Kirchheim unübersehbare Folge sind die Zweckentfremdung der Garagen zum Aufbewahren der Räder oder der nachträglich Bau von Holzschuppen in den kleinen Gärten. Insofern liegt es nahe, ordentliche Abstellflächen bzw. -räume für Fahrräder bei neuer Wohnbebauung vorzuschreiben durch eine entsprechend erweiterte Stellplatzsatzung, die dann bei jedem neuen Bebauungsplan wirksam wird.

Wie schon in mehreren bayerischen Kommunen wird dies von den Freien Wählern nun auch für Kirchheim beantragt. Ein Stellplatz für ein Fahrrad wird eingerichtet in einer Größe von 70cm x 200cm oder mit einem speziellem Fahrradständer. Bei Wohnungen und Wohnhäusern sollen für Räder doppelt so viele Stellplätze vorgeschrieben werden wie für PKWs. Bei Gewerbe und Läden sollen ebenso viele Radstellplätze angelegt werden wie für PKWs.

Stellplätze für Fahrräder müssen unabhängig voneinander benutzbar sein; Räder dürfen nicht durch PKWs blockiert werden. Sammelplätze für Räder mehrerer Wohneinheiten sollen überdacht und abschließbar ausgeführt werden. Die Stellplätze müssen ebenerdig angelegt werden oder über eine Rampe erreichbar sein. Bei Radstellplätzen in Garten muss ein Zugang zu Ã¶ffentlichen Verkehrswegen vorhanden sein.

Was meinen Sie dazu?

Rainer Knüppel
Gemeinderat der VFW

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„Wutbürger“ (September 2011)

Quengelnde, weinende, herumkrabbelnde oder schlafende Babys und Kleinkinder im Kinderwagen, Buggy oder auf dem Schoß der Mutter – wo sind diese noch gegen 22 Uhr zu finden? In der Gemeinderatssitzung!

Warum können die vor Müdigkeit erschöpften Kinder nicht ins Bett? Ganz einfach: Sie sollen den Gemeinderäten zeigen, wie es ist, „mit quäkenden Kindern arbeiten zu müssen“. So hat es ein aufgebrachter Vater vor einigen Wochen zu Beginn einer Gemeinderatssitzung vor Einstieg in die Tagesordnung im Rahmen der Bürgeranfragen verkündet. Er ergänzte als Sprecher zahlreich erschienener Eltern lautstark, diese „Demonstration“ so lange fortführen zu wollen, bis die anwesenden Kinder einen Krippenplatz in Kirchheim bekämen.

Ich frage mich, ob das ein adäquater Weg ist, vorhandene Krippenplätze zu vergeben bzw. neue Krippenplätze zu schaffen. Der Gemeinderat kann schließlich nicht mit einem Fingerschnippen eine neue Kinderkrippe aus dem Hut zaubern. Aber bereits seit 2009 laufen die Krippen-Planungen in Kirchheim auf Hochtouren, denn im Dezember 2008 war in Berlin das Kinderförderungsgesetz beschlossen worden, das einen Ausbau der Kinderbetreuung bis zum Jahr 2013 vorsieht. Die Kommunen wurden verpflichtet, den Bedarf an Krippenplätzen vor Ort zu decken, was einen erheblichen finanziellen Kraftakt erfordert, auch wenn sich der Bund finanziell beteiligt.

Wie Sie sicher den Tageszeitungen oder den Kirchheimer Mitteilungen und früheren Kolumnen entnommen haben, gab es zum Teil massive Proteste von Anwohnern geplanter Standorte, so dass es mit einer neuen Krippe nur schleppend voran ging.

Seit dem endgültigen Beschluss in diesem Sommer kann die Gemeinde nun aber endlich mit dem Standort an der Poinger Straße weiter arbeiten, damit die neue Kinderkrippe termingerecht im Jahr 2013 fertig gestellt werden kann. Nur bis dahin gibt es nämlich den Zuschuss zu den Baukosten. Ab 1.8.2013 soll es für unter Dreijährige dann einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz geben.

Ob die ehrenamtlich arbeitenden Gemeinderäte, die an Sitzungsabenden meist eine lange Tagesordnungsliste konzentriert abarbeiten müssen, weiterhin massiv gestört werden, weil im Jahr 2011 noch nicht für jedes Baby ein Krippenplatz vorhanden ist, bleibt abzuwarten.

Angela Hilger
Gemeinderätin der VFW

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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer (Juli 2011)

Aber einige Schwalben sind in den zahlreichen Juli-Sitzungen durch den Gemeinderat geflogen, die uns Hoffnung machen und einen Bericht lohnen.

Zur Ortsentwicklung wurde in der öffentlichen Sitzung am 18.Juli mit großer Mehrheit (bei drei Gegenstimmen) der Siegerentwurf aus dem Wettbewerb als Basis für die weitere Realisierung bestimmt. Die VFW hatte hier in ihrer Mai-Kolumne diesen Entwurf bereits vorgestellt; Sie können ihn im Internet auch hier in den Gemeindeseiten finden unter . Wir danken allen Bürgern für ihr Interesse am Wettbewerb und für den zahlreichen Besuch der Ausstellung. Die Freien Wähler halten den Siegerentwurf mit dem breiten Konsens für eine gute Grundlage der Ortsentwicklung. Der Park zwischen den Ortsteilen und die neuen Wohngebiete sind ähnlich angelegt wie im Vorschlag des Bürgerbeirats. Ohne höhere Baudichte oder gar Verstädterung kann die gute Wohnqualität von Kirchheim erhalten werden; alte und neue Gemeinbedarfseinrichtungen sind am Rande des Ortsparks aufgereiht; die Erschließung der neuen Wohnquartiere bringt den Pendlerverkehr direkt auf die Staatstraße. Nach dem Entwurf wird der Flächennutzungsplan geändert; danach werden schrittweise Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern und Aufstellung von Bebauungsplänen folgen. Dann sind noch viele Änderungen im Detail möglich, weitere Diskussionen notwendig und eine ausführliche Bürgerbeteiligung sinnvoll.

Beim Neubau der Kinderkrippe drängt die Zeit – einmal ist der Fehlbedarf offensichtlich und dann ist der Betrieb noch 2013 auch Voraussetzung für den Erhalt von Landeszuschüssen. Der vom Bürgermeister vorgeschlagene Weg, mehrere Standorte in der Bauleitplanung parallel voranzutreiben, hat sich dabei bewährt. Wir danken den Mitarbeitern im Bauamt für ihr großes Engagement bei dieser Parallelaktion; mit dem jetzigen Sachstand sollte der Gemeinderat die weitere Planung wieder auf zwei Standorte einschränken. Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, gleich zwei Kinderkrippen zu bauen, weil unser Fehlbedarf schon heute nicht mehr durch nur eine Krippe für 48 Kinder abgedeckt wird, weil die Nachfrage bis 2013 wohl noch steigen wird und weil schließlich zwei neue Krippen mit Förderung günstiger sind als der Bau einer zweiten erst nach 2013. 

Die Neubauplanung an der Räterwiese ist wegen der notwendigen Änderungen vom Flächennutzungsplan zeitkritischer als die an der Wendelsteinstraße. Daraufhin hatte die VFW beantragt, den Standort an der Poinger Straße neben der S-Bahn wieder zu verfolgen (nach dem Ausscheiden wegen des falschen Magnetfeld-Gutachtens), wo ein Vorbescheid vorliegt und sofortige Baureife gegeben ist, und dafür eine Mehrheit im Gemeinderat erhalten. Das sollte die zügige Schaffung von Krippenplätzen nun leichter machen. Die Suche nach provisorischen Übergangslösungen verläuft zäh; bei möglichen Gebäuden fehlen die Freiflächen oder die Zustimmung der Eigentümer; auch die Aufstellung von Containern erfordert auch einen Standort und eine Baugenehmigung.

Als letzte Schwalbe vor dem Sommerloch sei noch die Entscheidung für einen Sozialpädagogen und einen Streetworker erwähnt. Beide werden ihren Dienst zugunsten der Grundschulkinder und der Jugendlichen schon bald nach der Sommerpause antreten.

Rainer Knüppel

Die Vertreter der VFW im Gemeinderat wünschen allen Kirchheimern/innen sonnige Sommertage für Urlaub oder Ferien. - Brian Burger, Monika Burger, Anton Feuerecker, Josef Greger, Angela Hilger, Heinz Hilger, Rainer Knüppel, Hubert Rufinatscher

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Ortsentwicklung – es geht voran (Juni 2011)

Jetzt liegen die Ergebnisse des Wettbewerbs zur Ortsentwicklung vor. Im Preisgericht herrschte große Einigkeit zwischen den politischen Gruppierungen (VFW, CSU, SPD) über die Preisträger. Die Entwürfe bringen eine Reihe neuer Ansätze, aber es war auch nicht zu erwarten, dass ein Büro gleich die 100% perfekte Lösung anbietet. Dafür ist das Thema zu komplex. Die Summe der Entwürfe der Preisträger und weiterer Ausgezeichneter bietet jedoch jede Menge guter Ideen. Auf dieser Basis sollte sich ein guter und vernünftiger Weg öffnen, mit breiter Mehrheit und Konsens im Gemeinderat und in der Bevölkerung die Ortsentwicklung zügig auf den Weg zu bringen. Es bleibt zu hoffen, dass aus der Einigung im Preisgericht auch Einigkeit im Gemeinderat Einzug hält. Es wäre fatal, wenn jetzt die einzelnen Pläne gleich wieder zerpflückt werden, man sollte erst einmal die weiteren Schritte in Ruhe gehen.

Eine sehr große Zahl an Bürgern hat sich innerhalb der zwei Wochen der Auslegung aller Pläne informiert und bereits eifrig diskutiert. Dabei wurde klar, dass für viele der weitere Weg nicht so ganz klar ist. Am 4. Juli werden nochmals alle Preisträgerarbeiten in einer nicht öffentlichen Sitzung dem Gemeinderat vorgestellt. Der Gemeinderat beauftragt dann eines der fünf Siegerbüros mit der weiteren Planung. Dies muss nicht zwingend der 1. Preisträger sein. Das mit der endgültigen Planung beauftragte Büro kann aus den anderen Plänen der fünf Preisträger und weiterer vier Arbeiten mit Anerkennung Ideen aufnehmen, ebenso werden weitere Ideen aus den Diskussionen aus dem Gemeinderat und der Bürgerbeteiligung sicher mit einfließen. Am Ende steht ein Gesamtentwurf, der jedoch im Gegensatz zur alten Planung die gesamte Planung in einzelne Abschnitte aufteilt. Also überschaubar und machbar.

Die VFW wird in nächster Zeit regelmäßig bei Stammtischen und vor Ort über den Planungsstand informieren - sachlich, verständlich und überschaubar. Wir sind natürlich auch an Ihren Ideen und Wünschen interessiert. Mailen Sie uns Ihre Ideen und Wünsche oder werden Sie selbst aktiv in der VFW.

Wolfgang Heinz-Fischer
1. Vorsitzender VFW
mailto: Vorstand@vfw-info.de Web: www.vfw-info.de

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Links sind Bäume, rechts sind Bäume und dazwischen Zwischenräume (Juni 2011)

Das Münchner Planungsbüro „Zwischenräume“ hat im Wettbewerb um die Ortsentwicklung den 1.Preis gewonnen aus 35 eingereichten Arbeiten. Ein zehnköpfiges Preisgericht aus Fachleuten, Gemeinderäten und dem Bürgermeister hatte zwei volle Tage alle Entwürfe bewertet und am Ende die Rangfolge bestimmt, in allen Entscheidungen erfreulich einheitlich. Vorgabe für den Wettbewerb war ein Bereich von fast 100ha zwischen den Ortsteilen; darin sollten geplant werden neue Wohnquartiere für 2800 Einwohner – neben Wohngeschossbebauung überwiegend Familienhäuser – und deren Verkehrserschließung, außerdem öffentliche Einrichtungen und Grünflächen. Gegenüber der alten Ortsmitteplanung fallen Unterschiede auf, die einen Konsens und eine Realisierung wohl erleichtern: eine Fast-Halbierung der geforderten Wohngeschossfläche auf einem größeren Bereich, die Umsetzung in einzelnen Bauabschnitten, kein Ladenzentrum, kein Tunnel für die Staatstraße, bei den fünf Preisträgern auch keine großen Brücken und kein See. 

Hauptelement der Siegerplanung ist ein breites grünes Band in der Mitte als Bindeglied zwischen Heimstetten und Kirchheim, das die öffentlichen Einrichtungen aufnimmt. Ein Ortspark als grünes Band findet sich auch beim 4.Preisträger; dagegen haben die 2. und 3. Preise einen rechteckigen grünen Platz („Square“) um Grund- und Hauptschule und JUZ herum geplant. Beidseits des grünen Bands sind vier Wohnquartiere angeordnet: eine Reihe aus Geschosshäusern am Westrand des Ortsparks, überwiegend Einfamilienhäuser nördlich der Vogelsiedlung und östlich und südlich des Lindenviertels. Die Quartiere sind voneinander abgesetzt mit grünen Ost/West-Fugen. Der Siegerentwurf besticht in einigen Details, etwa:
ein erhobener Rathaus-Standort am Nordende des Ortsparks, seniorengerechtes und betreutes Wohnen am Südende beim Collegium, Extraabstand zum Wohnen bei Jugendzentrum und neuem Kinderhaus daneben, ebenso beim Rasensportplatz hinter dem Gymnasium, Gewerbe als Lärmschutz neben/südlich der Staatsstraße und westlich vom Moosweg, Erhalt des Grünzugs zwischen erweitertem Lindenviertel und Dorf. 

siegerplan

Die Erschließung baut auf dem vorhandenen Netz auf: verlängerte Ludwigstraße am Westrand vom Ortspark, Südöffnung der Heimstettener Straße nur für Busverkehr, Rückbau der Hauptstraße zu Fuß/Radweg im Ortspark und neue nördlichere Parkquerung mit westlicher Verlängerung in die neue Siedlung, außerdem zwei neue Fuß/Radwegbrücken über die Staatstraße neben Grundschule II und Bauhof, schließlich eine Parallelstraße neben der Staatsstraße zur besseren Erschließung der Lindenviertel-Erweiterung.  

Der Gemeinderat wird die Ergebnisse des Wettbewerbs diskutieren und per Beschluss unter den Preisträgern eine Auswahl für die Umsetzung treffen. Machen Sie sich ein Bild von den Entwürfen und besuchen Sie die Ausstellung zum Wettbewerb in der kleinen Turnhalle der Grund- und Hauptschule, noch bis Sonntag, den 5. Juni! Die Holzmodelle vor den Plänen vermitteln Ihnen eine gute Anschauung. 

Rainer Knüppel – Sachpreisrichter im Wettbewerb und Gemeinderat der VFW

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Heimatverbundenheit?! (März 2011)

Vor zwei Wochen konnten Sie an dieser Stelle die Überschrift „Keine Mehrheit für Heimatverbundenheit“ lesen. Das war der Titel der letzten CSU-Kolumne.

Ich traute meinen Augen kaum, als ich diese Überschrift und einige weitere Aussagen las: „Scheinbar gibt es im GR momentan keine Mehrheit für ganzheitliche Konzepte, die allen Bürgern einen Verbleib am Ort ermöglichen. Leider gibt es keine Mehrheit, die Werte wie Heimatverbundenheit schätzt und unterstützt.“

Die VFW war eine der Fraktionen, die bei den CSU-Anträgen zum „Familienmodell“ und zum „Einheimischenmodell“ anders abgestimmt hatten als es die CSU gerne gehabt hätte. Aber nun zu behaupten, wir hätten nichts übrig für Leute, die „in der liebgewonnenen Heimat bleiben“ wollen und schätzten Werte wie Heimatverbundenheit nicht, ist schon starker Tobak!

Zeigt sich Heimatverbundenheit denn nur darin, dass man schon heute den Bürgern verspricht, ihnen mit einem „Familienmodell“ günstiges Bauland zu verschaffen, auch wenn die Gemeinde derzeit weder geeignete Grundstücke noch das nötige Geld dafür im Säckel hat? Oder zeigt sie sich darin, dass man nur jemandem die Möglichkeit geben will, sich um eine der 24 Mietwohnungen in der Zugspitzstraße zu bewerben, wenn er mindestens fünf Jahre in Kirchheim gelebt hat? Muss dann beispielsweise eine junge Mutter mit Kind, die zwar erst ein Jahr hier wohnt, aber vielleicht in eine Notlage geraten ist, wieder aus Kirchheim wegziehen? Sie wäre sowieso – um beim Beispiel zu bleiben - gegenüber einer Bewerberin mit Kind, die schon länger als fünf Jahre ortsansässig ist, aufgrund des Punktekatalogs im Nachteil.

Die VFW und andere treten für ein weiteres Mietwohnungsmodell ein, damit noch viele junge Leute in den Genuss preiswerter gemeindeeigener Wohnungen kommen!

Nicht nur der CSU liegt unser Ort „sehr am Herzen“ und nicht nur die CSU kämpft „für die Interessen der heute schon hier lebenden Bevölkerung“, wie die Kolumne Sie glauben machen will. Wie alle Gemeinderäte haben sich auch die von der VFW mit ihrem Amtseid dem Wohl der Bürger verpflichtet. Das ist natürlich die heute schon hier lebende Bevölkerung, wer sonst? Unsere Gemeinde ist bestrebt, das Lebensumfeld aller Bewohner Kirchheims ständig zu verbessern und attraktive Lebensbedingungen zu schaffen – und der gesamte Gemeinderat trifft die dazu nötigen Entscheidungen!

Die CSU behauptet im obigen Zitat, es gäbe keine Mehrheit für „Konzepte, die allen Bürgern einen Verbleib am Ort ermöglichen“. Haben die Gemeinderatskollegen vergessen, dass alle Fraktionen beschlossen haben, die Ortsentwicklung weiter voran zu bringen und hunderte neuer Wohnungen und Häuser zu bauen?

Zum Abschluss das Thema „Heimatverbundenheit“ noch einmal aus VFW-Sicht: Für die VFW-Gemeinderäte ist Kirchheim seit vielen Jahren zur (neuen) Heimat geworden und sie fühlen sich ihr verbunden. Alle schätzen diesen Wert sicher ebenso wie die Kollegen der CSU!

Mit besten Grüßen

Angela Hilger, VFW
Gemeinderätin/Fraktionssprecherin

(heimatverbunden und seit 34 Jahren fest in Kirchheim verwurzelt)

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Alternativlos (März 2011)

Zum Unwort des Jahres 2010 ist von der Jury der Gesellschaft für Deutsche Sprache unter Leitung des Germanisten Horst Dieter Schlosser „alternativlos“ gewählt worden. Ein Wort, das suggeriert, dass es keine anderen Möglichkeiten gäbe, was es zum Unwort macht, weil es für etwas steht, was es eigentlich nicht gibt. Eigentlich – denn es gibt immer andere Optionen, vorausgesetzt natürlich, man lässt sie zu.

Im Zusammenhang damit erscheint die Entscheidung des Gemeinderates vom 17.01.2011, die Poinger Straße für die Errichtung einer Kinderkrippe nicht in die Liste der möglichen Standorte aufzunehmen, fragwürdig. Der einzige Standort mit optimalen rechtlichen Voraussetzungen für eine schnellere und reibungslosere Umsetzung als bei den verbleibenden anderen in der Diskussion stehenden. Dabei sollte das Zeitfenster für eine finanzielle Förderung durch den Bund ebenso wenig aus den Augen verloren werden wie der festgestellte Bedarf unserer ortsansässigen oder die zukünftige Nachfrage potentiell hinzuziehender Familien nach Betreuungsplätzen, für die es ein Grund ist, zu bleiben oder zu kommen.

Die VFW war, unter Berücksichtigung etlicher Gutachten im Zuge bereits begonnener Planungsarbeiten, für eine Aufnahme des Standortes Poinger Straße als Möglichkeit in die Liste für die weitere Konkretisierung und wurde ohne wirklich schwerwiegende, neue Argumente von den anderen Fraktionen überstimmt. So entgleiten nach und nach die Standortmöglichkeiten, während gleichzeitig die Realisation einer Kinderkrippe in vormals gebilligten Vorentwürfen stagniert. Fragt sich nur, warum? Im Gespräch bleiben noch die Alternativen: Wendelsteinstraße und „Räterwiese“. Werden auch diese Standorte in den Wind geschlagen werden oder sind sie nur auf Grund ihrer verwaltungstechnischen Unwägbarkeiten auf der Liste geblieben? Das wird zeigen, ob die Zukunft der Kinder als Bauernopfer bestätigen wird, dass es keine Alternative zum politischen Sieg gibt.

Brian Burger
(VFW-Gemeinderat)

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januar11

Rainer Knüppel
Gemeinderat der VFW, Stv. Vorstand

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Wir werden die Kinderkrippe schon schaukeln (November 2010)

Wie geht es voran mit der Planung für eine neue Kinderkrippe in Kirchheim? Auf die warten viele junge Familien. Gleich die erfreuliche Nachricht: hier ist sich der Gemeinderat einig, und Bauamt und Architekt arbeiten fleißig daran.
Vor Jahresbeginn beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass eine neue Kinderkrippe gebaut wird und zwar schnell wegen des aktuellen Fehlbedarfs und der in 2013 auslaufenden staatlichen Förderung. Nach Termin und Kosten kommen nur Grundstücke in Gemeindebesitz in Frage. Zuerst schied das Grundstück neben dem Jugendzentrum aus, trotz seiner zentralen Lage, wegen des Miteigentums der Bauträger im Bereich der Ortsmitte.

Unter den verbleibenden möglichen Standorten - Poinger Straße an der S-Bahn, Wendelsteinstraße und Räterwiese - wählte der Gemeinderat dann den ersten aus, weil hier sofortiges Baurecht gegeben ist und die Verbindung zum Pendlerverkehr an der S-Bahn als günstig für eine Kinderkrippe angesehen wurde. Der Standort scheiterte leider an der Magnetfeldemission vom Bahnstrom, knapp über dem Vorsorgegrenzwert - allerdings dem falschen für Haushaltsstrom.

Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde beschlossen, für beide verbleibenden Standorte - Wendelsteinstraße und Räterwiese – parallel die Planung bis zur Baureife voranzutreiben, um dann das schneller Machbare umzusetzen. Offenkundig steigt die Nachfrage nach Krippenplätzen und damit der Fehlbedarf in den nächsten Jahren weiter an; ein gewisser Ausgleich wäre gegeben durch den verlängerten Erhalt der Containerlösung bei St. Peter und den Start der privaten Tagesmuttereinrichtung im REZ.

Das Grundstück an der Wendelsteinstraße ist beengter als das der Räterwiese; dafür ist hier schon Baurecht für eine Kindertagesstätte vorhanden, was an der Räterwiese erst geschaffen werden muss. Der mit der Planung beauftragte Architekt hat die Gemeinderäte überzeugt von einem zweistöckigen Neubau nahe zur Wendelsteinstraße (zwischen Straße und Hans-Pfitzner-Weg) bzw. an der Ecke Haupt-/Räterstraße (hinter der Kuh-Skulptur). Seine Argumente sind in beiden Fällen diese: geringer Flächenverbrauch für den Baukörper und gute Wahrnehmung als öffentliche Einrichtung, Erhalt der Wiesen und Bäume hinter der Krippe und sonnige Lage der Spielfläche, schließlich guter Abstand zur vorhandenen Wohnbebauung.

Trotz der behutsamen Planung regt sich Protest bei Anwohnern; Fürsprecher äußern sich natürlich kaum. Warum gerade hier ? Allgemeine Argumente – Kinder sind unsere Zukunft – oder – Kirchheim soll eine besonders kinderfreundliche Gemeinde bleiben – helfen da wenig.

An meiner Spielstraße im Dorf wurde ein paar Jahre nach dem Wohnbau der Kindergarten St. Elisabeth gebaut, ohne Probleme mit der Nachbarschaft. Durch eine Kindertagesstätte wird ein Wohnquartier aufgewertet und damit auch das eigene Haus. Ab und zu spielende Kinder auf der Wiese - nur tagsüber und nicht am Wochenende - stören nicht merklich; an beiden Standorten sind ja heute schon Spiel- und Bolzplätze im Betrieb.

Rainer Knüppel
Gemeinderat der VFW

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Ortsentwicklung und Verkehrsplanung (Oktober 2010)

Bekanntlich befasst sich der Gemeinderat seit einiger Zeit intensiv mit einem umfassenden Konzept für die Ortsentwicklung. Zu so einem Konzept gehören nach unserer Auffassung alle Aspekte der städtebaulichen Entwicklung im gesamten Gemeindegebiet wie z. B.

  • Wo und in welcher Größenordnung sollen weitere Wohngebiete ausgewiesen werden?
  • Welcher Einwohnerzuwachs soll daraus resultieren?
  • Wie sollen sich die bestehenden Gewerbegebiete weiterentwickeln?
  • Sollen zusätzliche Gewerbeflächen ausgewiesen werden und wenn ja, wo?
  • Welche Infrastruktureinrichtungen (Schulen, Kinderbetreuung, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Rathaus, Bürgerhaus etc.) sind langfristig erforderlich und wo sollen sie entstehen?
  • Wie können all diese Maßnahmen umgesetzt werden, ohne dass die Gemeinde im Verkehr erstickt?

Dazu muss ein schlüssiges Verkehrskonzept erstellt werden, das alle Belange des örtlichen und überörtlichen Verkehrs umfasst. Erst wenn das vorliegt, sollten Einzelentscheidungen z. B. über Straßenbaumaßnahmen getroffen werden.

Es ist für uns deshalb nicht nachvollziehbar, warum letzte Woche mit knapper Mehrheit im Gemeinderat ein Beschluss über die Anbindung der Heimstettener Straße an die Räterstraße gefasst wurde. Damit wird ohne Not der Handlungsspielraum für die Planer der Ortsentwicklung eingeschränkt.

Es gibt aber auch andere wichtige Gründe, die gegen die Öffnung der Heimstettener Straße sprechen:

Unmittelbar an dieser Straße befinden sich zwei Schulen, die täglich von ca. 1.800 Kindern besucht werden. Zusätzliches Verkehrsaufkommen, das hier zwangsläufig entsteht, bedeutet auch erhöhtes Gefährdungspotential. Die für den Weiterbau erforderlichen Grundstücke befinden sich teilweise nicht im Eigentum der Gemeinde.

Auch ist nicht geklärt, ob, wie und wo die Heimstettener Straße in Richtung Osten fortgeführt werden soll (Anschluss an die Kreisstraße?). Es sollte jedem klar sein, dass die Autofahrer aus Richtung Grub/Poing sehr schnell „Schleichwege“ durch die angrenzenden Wohngebiete nutzen werden, um z. B. auf kürzestem Weg Richtung A99 zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen
VFW Kirchheim-Heimstetten
Hermann Holzhammer
1. Vorsitzender

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Ein heimisches Modell (August 2010)

Beim Einheimischenmodell subventioniert die Gemeinde den Verkauf von preisgünstigem Bauland auf gemeindeeigenen Grundstücken an Einheimische. Gemeinderäte, gewählt von Einheimischen, propagieren gern einen solchen Vorteil für Einheimische. In Kirchheim wird gerade ein Modell für einheimische junge Familien diskutiert.

Der EUGH (Europäische Gerichtshof) behandelt gerade solche Einheimischenmodelle – als Muster die aus Seeshaupt, Berg und Weilheim - und erklärt die Begünstigung von Einheimischen gegenüber Auswärtigen für unzulässig. Diese Landgemeinden mit viel eigenem Grund wollten ihren Einwohnern durch niedrige Baulandpreise zum eigenen Haus verhelfen, gegen die Preistreiberei für Zweitwohnsitze von Städtern.

Zu einer Stadtrand- und Pendlergemeinde wie Kirchheim, die groß wurde gerade durch den Zuzug junger Familien aus der Stadt, passt diese Bevorteilung von Einheimischen nicht. Unsere Einwohner verfügen über die gleiche Kaufkraft wie ihre Arbeitskollegen aus der Stadt, die vielleicht auch nach Kirchheim ziehen wollen.

Der soziale Sinn eines Einheimischenmodells ist fraglich. Bauen auf eigenem Grund ist ja nicht die einzige Möglichkeit für junge Familien, hier zu bleiben; man kann auch gut zur Miete wohnen oder eine Wohnung kaufen. Ein Bauträger-Reihenhaus ist wegen des kleineren Grundstücks billiger als eigener Hausbau auf eigenem Grund, auch mit Preisvorteil aus Einheimischenmodell. Warum gerade die teuerste Variante bezuschussen?

Der verständliche Wunsch “Wir wollen, dass unsere Kinder in Kirchheim bleiben können“, musste während der alten Ortsmitte-Planung als Argument herhalten für eine dichte Wohngeschoss-Bebauung. Vorwiegend ziehen unsere Kinder aber nicht weg wegen Wohnraummangel, sondern zu besseren Ausbildungs- oder arbeitsstellen außerhalb von Kirchheim. Öffentlicht wird solche Flexibilität von allen Erwerbstätigen gefordert; das macht eine Begünstigung der einheimischen “Nesthocker” zweifelhaft. Oft finden unsere erwachsenen Kinder zuerst nur eine befristete oder unsichere Anstellung; dann sollen sie erst einmal zur Miete wohnen und als junge Familie eher Kinder in die Welt setzen als selbst ein Haus bauen.

Schließlich hat die Gemeinde Kirchheim wenig eigenen Baugrund und geringen finanziellen Spielraum; beides wird in erster Linie für öffentliche Aufgaben wie Kinderkrippe oder neues Rathaus gebraucht. Bei der aktuellen Debatte um ein Familien-Modell geht es um Gemeindegrund von etwa 5000qm Nettogröße, nach Abzug von Erschließung und Grünflächen also um nur 3200qm Bauland oder um etwa acht Parzellen. Wie soll man aus vielen Bewerbern acht Familien auswählen und nur die dann mit jeweils mehreren zehntausend Euro beglücken?

Die Gemeinde hat gute Erfahrungen gemacht mit eigenen Wohnungen (an der Haupt- und Zugspitzstraße), die nach einem Kriterienkatalog günstig vermietet werden. Die Begünstigung bleibt dabei an die Bedürftigkeit und deren Dauer gebunden. Für junge Familien sollte statt des Einheimischenmodells besser eine weitere gemeindeeigene Mietanlage gebaut werden. Eine Hofbauweise mit familiengerechten Wohnungen und Innenhof/Garten (vgl. Studentenentwurf “Hoftypologie“) wäre gut geeignet und würde auf gleicher Fläche und über die Zeit ein breiteres Angebot schaffen. Junge Familien mit knappem Verdienst könnten so den größeren Wohnraumbedarf mit Kindern günstig befriedigen.

mit kirchheimischen Grüßen

Rainer Knüppel
Gemeinderat der VFW 

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Vor dem Sommerloch (Juli 2010)

Nach Antrag der VFW und einstimmigem Gemeinderatsbeschluss wurde die Regenzeit durch sonniges Sommerwetter abgelöst. Auf dem Stockschützenturnier des KSC im Juni hat eine Mannschaft aus Gemeinderäten und Bürgermeister den 2. Platz belegt von 9 Teams, gleich nach der Vereinsmannschaft. Die Zusammenarbeit unter den Gemeinderäten funktioniert also erfreulich gut. Auch die vielen Tagesordnungspunkte der Gemeinderats- und Ausschuss-Sitzungen werden eher sachlich diskutiert und entschieden als nach politischer Überzeugung. Gelegenheiten zur Profilierung der einen Gruppe gegen die andere wie im Wahlkampf gibt es bei dieser Sacharbeit wenig; da brechen eher Animositäten auf in den Hinterzimmern der Gruppen. Nach dem Ausscheiden von Frau Wieching aus der LWK haben sich neulich Frau Merten-Wente und Herr Fath von der CSU getrennt. Im Kirchheimer Gemeinderat mit 24 Sitzen sind nun 9 Gruppen vertreten, ein rekordverdächtiger Fleckerlteppich. - An Stelle eines großen Themas folgen nun mehrere Einzelpunkte im Telegrammstil.

Die Geothermie AFK hat die drei Gemeinden über den aktuellen Stand informiert; der Bauabschnitt 2010 befindet sich im Terminplan; die neue Energiezentrale kann von jedermann besichtigt werden; man hofft auf eine zügigere Neukunden-Aquisition, nachdem man auf zufriedene Kunden schon im Betrieb verweisen kann; für die aufgerissenen Straßen folgt das Aufbringen der Deckschichten wegen der möglichen Senkung jeweils ein Jahr nach der Tragschicht. 

Der getrennte Radweg zur Realschule am Vidschi vorbei ist endlich vorhanden. Für den Moosweg wurde ein durchgehender Fuß- und Radweg beschlossen und in allen Details geplant. Im Baugebiet Hausen-Süd soll der jetzige Trampelpfad zwischen Münchner Straße und der Siedlung an der Hausner Straße als offizieller Fuß- und Radweg erhalten bleiben nach der zukünftigen Bebauung; dazu wurde das Baugebiet östlich vom Hausner Grenzweg als eigener Plan abgetrennt. Im AWO-Kindergarten an der Rupprechtstraße soll die Nutzung vom Kellergeschoss durch Jugendliche, das so genannte „Wohnzimmer“, wieder möglich werden, nach vielen Verhandlungen und mit einer Änderung vom Bebauungsplan. Der Erweiterungsbau für das Gymnasium geht – für jeden sichtbar – zügig voran. Der Ausbau der Räume für die Mittagsbetreuung in der Grundschule II wird teurer als geplant; während des Baus wurden noch weitere Mängel erkannt. Die geplante Kinderkrippe befindet sich im Planungsstadium beim Bauamt; die Dringlichkeit hat sich bestätigt durch die diesjährige Zahl von 48 Abweisungen bei den Krippenplätzen; auch die auslaufende Förderung durch das Land drückt auf den Termin.

Der Bonus-Markt am Brunnen wurde von den Bürgern angenommen und funktioniert nach einem Jahr ohne Klagen. Ein Edeka-Verbraucher- und Getränkemarkt wird sich gegenüber vom Lidl bzw. hinter der ÖMV-Tankstelle ansiedeln; die Pläne für Bau und Parkplätze wurden genehmigt. Die Neuverpachtung vom Merowinger Hof an einen neuen Wirt mit bayerisch-österreichischer Küche hat ausgesprochen gut eingeschlagen. Im Jugendzentrum klappt die Zusammenarbeit mit dem Rülps-Verein nach einer Eingewöhnungsphase inzwischen recht gut und zu beiderseitigem Vorteil; die Öffnungszeiten wurden erweitert; viel Abendbetrieb wird selbständig nur von Jugendlichen organisiert (etwa Mittwochs-Cafe). Die aufgetretenen Probleme des auf die angrenzenden Flächen ausgeweiteteten Party-Betriebs will die JUZ-Leitung in eigener Regie lösen. Für die frei werdenden Stellen des Sozialarbeiters an der Hauptschule und des Sozial-Koordinators im Rathaus wurden erfreulich schnell gute Bewerber gefunden und eingestellt.

In einer nichtöffentlichen Sitzung – was meinen Bericht einschränkt - wurde mit dem Planungsbüro Schober das weitere Vorgehen für den Wettbewerb zur Ortsentwicklung diskutiert. Frau Schober war bei der Einarbeitung überrascht von der Fülle des schon vorliegenden Materials bei Planung und Fachgutachten, was die Arbeiten zur Auslobung des Wettbewerbs im Herbst erleichtert. Die Vorgaben für den Wettbewerb werden in öffentlichen Sitzungen festgelegt. 

Einen weiterhin angenehmen Sommer wünscht allen Kirchheimern

Rainer Knüppel
Gemeinderat und stellvertretender Vorstand der VFW 

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juni10
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Ortsentwicklung, Bürgervorschläge und Ideen der Studenten (April 2010)

Im Februar hat der Bürgerbeirat sein Ergebnis zur Ortsentwicklung vorgelegt und öffentlich vorgestellt. 23 Bürger aus verschiedenen Kirchheimer Vereinen und Institutionen hatten an drei Wochenenden diskutiert und detaillierte Vorschläge erarbeitet, dabei weitgehend auch Konsens erzielt. Die VFW dankt diesen Bürgern und begrüßt ihre Vorschläge in allen Punkten: Ortspark mit zentralen Einrichtungen als Grünes Herz von Kirchheim, ordentliche Verkehrsplanung mit Osttangente zur Beruhigung in der Mitte und Erschließung im Osten, Bebauung ähnlich wie Nachbarquartiere, kein drittes Ladenzentrum, Wohnqualität mit Lärmschutz, aber ohne Tunnel. Die VFW hatte die alte Neue Ortsmitte mit verhindert, aber für ihre ähnlichen Vorstellungen keinen Konsens im Gemeinderat erzielt. Wir setzen uns ein für die Bürgervorschläge, damit auf der Basis nun eine breite Mehrheit im Gemeinderat und ein Durchbruch bei der Ortsentwicklung zustande kommen. Die konstruktive Entscheidung im Gemeinderat zum schnellen Bau einer Kinderkrippe macht Hoffnung.

Sie finden im Internet die VFW-Vorstellungen zur Ortsentwicklung von der letzten Kommunalwahl auf www.vfw-info.de unter „Programm“ und die ausführlichen Ergebnisse des Bürgerbeirats auf den Gemeindeseiten www.kirchheim-heimstetten.de unter „Bauamt-Info, Zukunftsforum zur Ortsmitteplanung“. Dort sind auch Kurzfassungen der Studentenentwürfe (TU München) einsehbar; besonders interessant erscheinen uns die Arbeiten „CentralPark“ – ein ähnliches Konzept mit einem Ortspark – und „Hoftypologien“ – die Verwendung von bäuerlichen Dreiseithöfen als Bauform für Geschosswohnungsbau.

Rainer Knüppel – Gemeinderat der VFW

Zur Information folgt ungekürzt eine Ergebnis-Zusammenfassung des Bürgerbeirats: 

Der Bürgerbeirat begrüßt die Rahmenziele zur künftigen Ortsentwicklung, die der Gemeinderat Ende 2009 einstimmig verabschiedet hat. Diese sehen ein maßvolles und angepasstes Bevölkerungswachstum auf maximal 16.500 Einwohner bis 2020 vor, das in einzelnen Bauabschnitten zügig und nachfragekonform umgesetzt wird. Weitere Planungskosten und Verzögerungen sollten vermieden werden, auf einen neuen Gesamtflächennutzungsplan ist unter allen Umständen zu verzichten.

Unter nachfragekonform versteht der Bürgerbeirat das bestehende Verhältnis von 80% Häusern und 20% Wohnungen und die aktuelle starke Nachfrage nach Häusern. Dieses Verhältnis kann nach jedem Bauabschnitt angepasst werden. Um junge Leute in der Gemeinde zu halten, ist günstiger Wohnraum vorzusehen (Mietwohnungen).

Die absolute maximale Bauhöhe sieht der Bürgerbeirat für weniger wichtig als die Art der Bebauung, deren integriertes nebeneinander von Wohnungen und Häusern die Identität unserer Gemeinde ausmacht. Mindere Qualität wie die Riegelbebauung mit Pultdächern in unserer Nachbargemeinde Poing sind zu vermeiden, gewünscht wird weiterhin die aufgelockerte Geschossbebauung in verschiedenen Bauformen, die unsere Gemeinde auszeichnet und die Attraktivität erhöht.

Die zentralen Einrichtungen sind entlang eines Ortsparks zu bündeln, der als wesentliches Element zur Erhöhung der Lebensqualität begrüßt wird. An erster Stelle stehen die dringend benötigten Einrichtungen für Kinder (Kinderkrippe, -haus, -garten) und ein neues Rathaus.

Unabhängig von der Ortsentwicklung werden viele verkehrstechnische Maßnahmen gesehen, denen eines gemeinsam ist: Lärmschutz für die Anlieger, sei es durch Zäune, Zone 30 und Spielstraßen. Als sinnvoll und dringend notwendig werden eine Osttangente und zwei zusätzliche Nord-Südverbindungen gesehen: die Öffnung der Heimstettener Straße und die Ludwigstraße, d.h. eine neue Brücke über die St 2082. Damit ist auch die Ringbuslinie möglich.

Der Bürgerbeirat ist sicher, dass Verwaltung und Gemeinderat die Wünsche und Anregungen der Bürger als Aufforderung sieht, nach einer fachlichen Diskussion im Konsens eine Art Generalbebauungsplan zu verabschieden und dann zügig und schrittweise zu realisieren. Dass dies möglich ist, zeigen sowohl die genannten Rahmenziele, als auch die gemeinsamen Ergebnisse des Bürgerbeirats.

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25 Jahre VFW – eine Erfolgsgeschichte (November 2009)

Seit der Gründung der VFW (Vereinigte freie Wählergemeinschaft Kirchheim-Heimstetten e. V.) im Jahr 1984 sind 25 Jahre vergangen. Angefangen als kleine Gruppierung mit Heinz Hilger als VFW-Vertreter im Gemeinderat hat sich die VFW in den 25 Jahren in der letzten Gemeinderatswahl mit insgesamt acht Mitgliedern zur stärksten Fraktion im Gemeinderat entwickelt. Ein großer Erfolg, der für uns Ansporn ist, weiter konsequent an der Entwicklung und Umsetzung unserer Ziele zu arbeiten - keine Zeit zum Feiern und Ausruhen.

In diesen 25 Jahren ist viel geschehen in Kirchheim. So wurden nicht nur seit 1990 ca. 900 Wohneinheiten (ab 2-Zimmer-Wohnungen) gebaut, sondern auch Jugendzentrum, Seniorenwohnheim, Familienzentrum, Kinderkrippe, Realschule (Zweckverband), Sportpark, Wertstoffhof, Feuerwehr, Discounter, Tankstelle usw. Für die Verbesserung der Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger gibt es Sozialarbeiter für Schulkinder und Senioren, Mittagsbetreuung an den Schulen, ambulante Pflegehilfe, den Kirchheimer Ferienspaß, das Dorffest, vielfältige Kulturangebote, zwei Städtepartnerschaften und vieles mehr. (Lesen Sie mehr dazu auf unserer Homepage unter „VFW-Infos“ vom Februar 2008.)

Deshalb fühlen sich die meisten Einwohner von Kirchheim hier wohl oder sind deshalb hierher gezogen. Bei der letzen Wahl haben sie dies mit ihrer Stimme entsprechend ausgedrückt.

Und dies soll Stillstand bedeuten? „19 Jahre Stillstand in unserer Gemeinde“ unter der Amtsführung des VFW-Bürgermeisters wollen aber Parteimitglieder und deren Anhänger die Bürger glauben machen. In einer Kolumne behauptete vor nicht allzu langer Zeit ein Schreiber gar, man werde ausgelacht, wenn man irgendwo sage, man wohne in Kirchheim. „Es geht nichts weiter!“ „Rückschritt!“ Wir können nichts gegen solche Neider, Ewig-Gestrige und Unwissende tun und werden unsere Ziele und unseren Erfolgsweg, die der Bürger mit einer Mehrheit in der letzen Wahl bestätigt hat, konsequent weiter verfolgen.

Viele Dinge sehen mit entsprechendem Hintergrundwissen manchmal ganz anders aus. Dass die Kirchheimer Einwohnerzahlen trotz des neu geschaffenen Wohnraums von ca. 900 Wohnungen seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Heinz Hilger stagnieren, liegt an der Siedlungsstruktur, die während des Baubooms in den Jahren nach der Gebietsreform entstand. Ein kleines Beispiel zur Erklärung: In den 13 Häusern der Reihenhauszeile, in der wir wohnen, lebten vor 30 Jahren ca. 45 Menschen, heute sind es nach Wegzug der Kinder ein Drittel weniger, obwohl drei Häuser mittlerweile neue Bewohner haben. In den unzähligen Reihenhäusern unserer Gemeinde vollzieht sich der Generationenwechsel ebenso schleppend. Und die Entscheidung und Umsetzung zu dieser Monokultur liegt deutlich vor der Amtszeit des Bürgermeisters. Wenn schon wettern, dann bitte bei der richtigen Adresse.

Angela Hilger und Wolfgang Heinz-Fischer, VFW

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Entengetratsch aus Kirchheim

Oktober ist’s, die Nächte kühl,
die Tage werden trüber,
vorbei ist alles Wiesenspiel,
da fahr ich zum Fidschi hinüber.

Der See liegt einsam und spiegelglatt,
nur die Enten schnattern ganz wichtig
von Themen aus dem Gemeinderat,
versteh ich auch alles richtig ?

Das Geothermie-Projekt liegt im Plan,
mit Bohrung, Zentrale, Vernetzung,
und bietet den Fernwärmeanschluss schon an
für Bauabschnitt 1 im Westen.

Es reißt uns Löcher in Straßenschicht 
und den Haushalt der Gemeinde,
lohnend für Umwelt auf lange Sicht,
quaken einig die Entenfreunde.

Leer sind die Kassen und nicht bloß hier, 
die Steuern sind weg gebrochen,
die Krise hat Ausgaben reduziert,
nach Dringlichkeit, wie besprochen.

Zum Beispiel Sanieren von Grundschule 2
und das Gymi wieder erweitern,
auch der Radweg am See ist mit dabei,
aber neue Stellen im Rathaus scheitern.

Bei vielen Fragen geht es leicht,
wird breite Einigkeit erreicht,
man diskutiert lang hin und her,
was denn nun wirklich besser wär,
fast einstimmig wird dann entschieden,
die Enten sind es zufrieden.

Da flattern sie auf und schreien laut
von Ortsentwicklung wild im Chor,
nach knapper Wahl und Tunnel-Aus,
was hat die Gemeinde noch vor ? 

Ein Konsens muss her vor dem neuem Plan,
der Bürgerbeirat soll schlichten,
mit neuen Gedanken und Ideen kann,
er Kirchheims Zukunft ausrichten!

Wie viel, wie hoch und auch wie dicht,
wie den Verkehr und wo genau?
Vergesst auch einen Grünzug nicht,
und KiGa, Schulen, Rathausbau.

So ist die Beteiligung ernst gemeint,
und kein Alibi bloß zum Warten,
Voran mit Kirchheim ist was uns eint,
wohl bald mit besseren Karten.

Rainer Knüppel, VFW-Gemeinderat

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Kolumne vom 13.8.2009

KolumneAug09

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Kirchheims Zukunft mit den Bürgern planen

Mit der Kommunalwahl vor einem Jahr war eine tragfähige Mehrheit für die bisherige Ortszentrumsplanung nicht mehr gegeben. Der neue Gemeinderat versuchte im Winter auf Klausuren einen Konsens für eine neue Ortsentwicklung zu finden. Die Hauptpunkte daraus wurden im Mai in Gemeinderatsbeschlüsse umgesetzt.

Im Januar erhielt die Gemeinde von den Bauträgern der Ortsmitte ein Wink mit dem Zaunpfahl: „Die Gemeinde Kirchheim …darf keinerlei Risiken übernehmen. Wenn wir weiterhin risikofrei zusammenarbeiten wollen, ist angezeigt, alternative Planungsüberlegungen für das Ortszentrum ohne Tunnel anzustellen.“ Es gibt bisher keine echte Finanzierungszusage für den Tunnel. Die Finanzkrise trifft auch den Wohnungsbau. Für einen Tunnelbau mit Kosten über 20 Mio € müssen etwa 400 Wohneinheiten gebaut und verkauft werden. Der Ratschlag der Bauträger soll die Fronten zwischen Tunnelbefürwortern und -gegnern in der Gemeinde überwinden.

Die alte Ortsmitteplanung war unter das Diktat der Tunnelfinanzierung geraten. Die Geschossflächen wurden erhöht bis zu einer massiven städtischen Bebauung, die Nachfolgelasten für die Gemeinde zu niedrig angesetzt (z.B. Erweiterung des Gymnasiums nicht eingeplant) und offensichtliche Mängel der Verkehrsplanung einfach in Kauf genommen (z.B. geöffnete Heimstettener Straße mit verschobenen Auffahrtsschleifen). Eine Alternativplanung ohne Tunnel steht nicht unter diesem Kostendruck und erlaubt moderate Lösungen.

Im neuen Gemeinderat besteht Einigkeit über Sinn und Maß der weiteren Ortsentwicklung. Die ungünstige Altersstruktur der Gemeinde aus den früheren Entwicklungswellen soll durch weiteren Zuzug von vorwiegend jungen Familien ausgeglichen werden. Sinnvoll ist eine stetige Ortsentwicklung mit einer moderaten Rate, damit der Ausbau der Infrastruktur (Verkehr, Schulen, Kindergärten/krippen, Rathaus usw.) entsprechend folgen kann. Der Gemeinderat hat sich auf eine Ortsentwicklung auf 16500 Einwohner bis 2020 geeinigt, was einer jährlichen Entwicklung von max. 3% entspricht. Anschaulich wird diese Vorgabe etwa durch die zuletzt beschlossenen neuen vier Bebauungspläne (Heimstetten-West und Zugspitz/Gruber Straße, Hausen-Süd und östlich vom Moosweg im Ortsteil Kirchheim). Diese bringen zusammen einen Einwohnerzuwachs von ungefähr 1200, also von etwa 9% der heutigen Einwohnerzahl.

Wegen der großen Verkehrsachsen außen soll in der Ortsmitte nicht bloß ein schmaler Grünzug, sondern ein echter Ortspark entstehen – das „Grüne Herz“ der VFW. Neben weiterem erfreulichen Konsens im Gemeinderat blieben auch einige Fragen aus der Klausur strittig: Die Bauhöhe soll im Rahmen der bisherigen Bebauung bleiben und abgestuft werden, aber eine Vorgabe von dreierlei Bauhöhen zwei-bis viergeschossig plus Dachgeschoss wurde abgelehnt. Aus VFW-Sicht wäre das sinnvoll, um die vorhandene Mischung von Wohngeschoss- und Einzelhäusern nebeneinander beizubehalten.

Die Einkaufsmöglichkeiten für den Ortsteil Kirchheim sollen verbessert werden, aber wo – in der Ortsmitte südlich der Staatsstraße oder am Rand neben der Autobahn beim Wertstoffhof? Die VFW plädiert für die Randlage; ein neuer Verbrauchermarkt braucht ausreichend Parkplätze, soll vom Ortsteil Kirchheim aus gut erreichbar sein, den unvermeidlichen Verkehr von außen nicht in den Ort ziehen und schließlich das REZ wenig schädigen.

Wie können die schlechten Nord-Süd-Verbindungen zwischen den Ortsteilen verbessert werden? Aus VFW-Sicht wird eine Osttangente notwendig für die Entlastung der Heimstettener Straße und für eine Erschließung von neuen Wohngebieten im Osten.

Im Gemeinderat wurde nun zur Ortsentwicklung eine aktive Bürgerbeteiligung beschlossen, mit Beginn noch vor den Sommerferien. Dabei bedeutet „aktiv“, dass nicht nur „passiv“ Ihre Pros und Contras etwa per Fragebogen ermittelt, sondern auch Ihre Anregungen oder Vorschläge diskutiert und aufgenommen werden. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung sollen auch die oben erwähnten noch strittigen Fragen geklärt werden, bevor eine neue Planung in Auftrag gegeben wird.

Als Beispiel für eine aktive Bürgerbeteiligung kann die Gemeinde Vaterstetten dienen, wo ein Ratsbegehren für die Ortsmitteplanung in 2005 unglücklich mit 50,5% dafür und 49,5% dagegen ausging, und dann in mehreren Arbeitskreisen Modelle für die weitere Ortsentwicklung erarbeitet wurden (siehe unter www.zukunftswerkstatt.vaterstetten.de).

Die Qualität der Ortsentwicklung ist an eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung gebunden, also scheuen Sie sich nicht vor einer Teilnahme! Sie müssen mit einem Aufwand von etwa zwei Abenden pro Monat rechnen, dabei kein Expertenwissen mitbringen, nur Ihren gesunden Menschenverstand und Ihre Lebenserfahrung in der Gemeinde! Erwünscht ist – wie bei Gemeinderäten auch – eine Sicht über das eigene Wohnquartier hinaus bis zur Gemeinde mit allen Ortsteilen. Lassen Sie uns mehr Demokratie wagen, planen Sie die Zukunft Kirchheims mit uns!

Die Positionen der VFW finden sich unter www.vfw-info.de, bei „Unser Programm“.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Rainer Knüppel - Stellvertretender Vorstand der VFW

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Kolumne vom 22.4.2009

KolumneApril
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Kolumne vom 25.2.2009

Supermarkt für Kirchheim

Seit Jahren wird über unzureichende Einkaufsmöglichkeiten im Ortsteil Kirchheim geklagt, denn nach der Schließung des ehemaligen Tengelmanns am Brunnen fand sich keine Supermarktkette, die den Laden übernehmen wollte.

Insbesondere Leute, die kein Auto haben und für die der Weg zum Lidl zu weit, das Lebensmittelgeschäft am Kirchheimer Maibaum zu klein oder eine Busfahrt nach Heimstetten ins Räterzentrum zu umständlich ist, fordern seit langem einen zu Fuß erreichbaren Supermarkt im Zentrum Kirchheims für den Einkauf ihres täglichen Bedarfs.

Bald schließt sich diese innerörtliche Versorgungslücke, denn in der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Ansiedlung eines Bonus-Marktes am Brunnen beschlossen. Bonus steht für „Berufliche Orientierung, Nachbarschaftsmärkte und Service“, ein seit rund 6 Jahren in Baden-Württemberg mit über 20 Läden bereits bestens bewährtes Konzept, das wohnortnahe Vollsortimentsbetriebe schafft und gleichzeitig Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose bietet. Ein Bonus-Markt ist also ein ganz normaler Supermarkt, beliefert von der Handelskette Rewe. Die Preise sind identisch mit den Waren bei Rewe/Nahkauf.

Das Personal rekrutiert sich jedoch aus Arbeitslosen, die durch Weiterbildung für ihre Tätigkeit qualifiziert werden. Die Arbeitsagentur beteiligt sich finanziell an den Personalkosten. Bonus-Märkte sind gemeinnützig, d. h. sie arbeiten nicht gewinnorientiert.

Vor fast einem Jahr hatte Bürgermeister Hilger bei einer Wahlkampfveranstaltung bereits angekündigt, mit der Firma Bonus über eine mögliche Ansiedlung eines Bonus-Marktes zu verhandeln. Die Betreiber ließen sich überzeugen und fanden den Laden am Brunnen nach umfassender Prüfung der Gegebenheiten für geeignet. Zeitgleich wollen sie aber in München und im Landkreis noch weitere Bonus-Märkte eröffnen, weshalb sich die Verhandlungen leider etwas in die Länge gezogen hatten.

Der Mietvertrag mit dem Ladenbesitzer ist bereits unterschriftsreif, so dass mit der Eröffnung des Bonus-Marktes im 2. Quartal dieses Jahres gerechnet werden kann. Die Firma Bonus rechnet zum Start mit einem Kapitalbedarf von 120.000 Euro. Darin sind die Kosten für die Erstausstattung mit Ware, die gesamte Renovierung des Ladens, der Einbau der erforderlichen Technik sowie die (gebrauchte!) Ladeneinrichtung enthalten.

Der Gemeinderat hat zur Sicherung des Kapitalbedarfs der Firma Bonus eine Ausfallbürgschaft über 120.000 Euro übernommen und damit einen enormen Beitrag zur Realisierung des Supermarkts geleistet. Nun sind Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger im Ortsteil Kirchheim an der Reihe. Das lange gewünschte „fußläufige Einkaufen“ wird endlich verwirklicht. Sorgen Sie mit Ihrem Einkaufsverhalten dafür, dass der Bonus-Markt kein Flop wird! Gehen Sie zu Fuß zum Einkaufen, denn einen großen Parkplatz gibt es nicht vor der Tür.

Angela Hilger
VFW-Fraktionssprecherin

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Grußwort des 1. Bürgermeisters zum neuen Jahr

Ausblick
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Kolumne vom 24.12.2008

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein auch in politischer Hinsicht sehr ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Sowohl bei den Kommunal- wie auch bei den Landtagswahlen haben die Wählerinnen und Wähler gravierende Änderungen herbeigeführt.

Für die VFW Kirchheim-Heimstetten war es die erfolgreichste Wahl in ihrer Geschichte. Das Vertrauen, das Sie uns ausgesprochen haben, ist für uns Verpflichtung, mit aller Kraft auch im kommenden Jahr für unsere Gemeinde zu arbeiten.

Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung. Wir werden im neuen Jahr mehrere Veranstaltungen zu aktuellen Themen durchführen, um gemeinsam mit Ihnen Lösungen zu diskutieren und auf den Weg zu bringen. Besuchen Sie unsere Veranstaltungen und sagen Sie uns Ihre Meinung. Dafür schon im Voraus herzlichen Dank.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Für das Neue Jahr wünschen wir Ihnen vor allem Gesundheit , viel Glück und viele schöne Tage.

Ihre VFW Kirchheim-Heimstetten
Heinz Hilger, Erster Bürgermeister
Birgit Aigner, Monika Burger, Josef Greger, Angela Hilger, Dr. Rainer Knüppel, Hubert Rufinatscher, Alois Spies, Gemeinderäte

Hermann Holzhammer, 1. Vorsitzender

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Kolumne vom 6.11.2008

Die Gemeinde und das Gemeinschaftsgefühl

Vor zwei Wochen hat eine Tageszeitung uns überrascht mit einer ganzen Seite zu Kirchheim „Gemeinde ohne Gemeinschaftsgefühl“. Ãœber mehrere Artikel verteilt wurde das simple Argument ausgebreitet: Nach dem von „oben“ verordneten Zusammenschluss sind die ehemaligen Dorfgemeinden Kirchheim und Heimstetten nach über 30 Jahren in der neuen Gemeinde noch nicht zusammen gewachsen – der Gemeinde fehlt ein Gemeinschaftsgefühl. Auf der Basis wird darüber schwadroniert, wie die Gemeinde „zusammen wachsen“ könnte, durch die Neue Ortsmitte oder vielleicht durch einen neuen Ortsnamen oder gar durch einen Mediator aus Berlin. Alles wird über diesen Kamm geschoren und passend gemacht; mehrere Kirchen oder viele Sportvereine oder zwei Freiwillige Feuerwehren dienen da ebenso als Indiz für eine nicht vorhandene Einheit der Gemeinde wie die über den Ort verteilten Wohnsitze der Gemeinderäte oder des Bürgermeisters.

Die zwei Dörfer waren ähnlich und nah beieinander. Die Alteingesessenen aus Heimstetten sind als Kinder in die Schule nach Kirchheim gegangen und kennen die Gleichaltrigen aus der Zeit. Nach dem Zusammenschluss wurde die Gemeinde als Siedlungsschwerpunkt ausgebaut, in ähnlicher Form erst in Kirchheim, dann in Heimstetten. Tausende Neubürger, oft Tagespendler nach München, zogen in die Gemeinde, um bei günstiger Anbindung halb im Grünen zu wohnen mit guter Infrastruktur für junge Familien. Sie fanden hier keine Trennung von Alt- und Neu-Kirchheim vor; so haben sie am Gemeindeleben teilgenommen, sich in Kirchen und Vereinen engagiert und im Laufe der Jahre eine feste Bindung an die Gemeinde entwickelt. Ihre Kinder haben die weiterführenden Schulen besucht schon mit den Gleichaltrigen aus Feldkirchen und Aschheim, und sie treffen sich in den Jugendtreffs über Orts- und auch Gemeindegrenzen hinweg. Das Dorffest zeigt die Gemeinschaften und das Gemeinschaftsgefühl unserer Gemeinde.

Die Bürger sind bunt gestreut nach Ortsteilen vertreten in den Vereinen oder auch in den politischen Gruppen. Ein neuer Zuhörer kann aus den Wortmeldungen oder dem Stimmverhalten im Gemeinderat kaum darauf schließen, wer in welchem Ortsteil wohnt. Vom neuen Gemeinderat wurden die meisten Beschlüsse mit großen Mehrheiten gefasst, etwa neue Bebauungspläne in Kirchheim ebenso wie in Heimstetten (Hausen-Süd und Gruber/Zugspitzstraße) oder der geplante Neubau einer Kinderkrippe zentral neben dem Jugendzentrum. JUZ oder Collegium 2000 sind zwei Beispiele für die verbesserte Infrastruktur , möglich nur mit der Finanzkraft der großen Gemeinde. Kirchheim praktiziert in vielen Bereichen eine enge Partnerschaft mit Aschheim und Feldkirchen - bei den weiterführenden Schulen und der Volkshochschule, beim Heimstettener See und beim Verkehr, schließlich ganz eng beim neuen Großprojekt Geothermie. Wird dies einmal zu einer Gemeindefusion KirchAschFeld (KAF) führen?

Die Neue Ortsmitte sollte das – nach SZ-Meinung fehlende – Gemeinschaftsgefühl in Kirchheim fördern, als bauliches Zusammenwachsen mit einem neuen städtischen Ortskern zwischen den Dorfkernen. Diese Brasilia-Idee erhielt eine deutliche Abfuhr in der letzten Kommunalwahl, dabei waren Pro und Contra verteilt über die Ortsteile. Hier ist nicht der Platz für die vielen Argumente und Einwendungen, auch die ohne einfache Zuordnung nach den Ortsteilen. Zum Gemeinschaftsgefühl brauchen wir diese Neue Ortsmitte jedenfalls nicht! Der neue Gemeinderat ist sich einig, dass für den Ort eine Weiterentwicklung notwendig ist, dies aber eine breite Zustimmung braucht, was mit den alten Plänen nicht gegeben ist. Der Gemeinderat wird darum in den nächsten Monaten die Rahmenbedingungen für eine Ortsplanung neu diskutieren.

Liebe Gemeindebürger, ob Sie nun in Heimstetten, Kirchheim oder Hausen wohnen, seien Sie auch stolz auf eure Gemeinde und was hier schon erreicht wurde! Haben Sie etwas Geduld, wir werden auch in Zukunft den ganzen Ort voran bringen!

für die VFW
Rainer Knüppel

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Kolumne vom 18.9.2008:

Ein heißer Herbst?

Die Sommerferien sind zu Ende, wir hoffen, Sie konnten diese unbeschwert genießen.

Auch für den Gemeinderat ist die Sommerpause vorüber und es stehen wichtige Weichenstellungen an.

Nach den Wahlen im Frühjahr hat sich die Zusammensetzung des Gemeinderates wesentlich verändert. Langjährige Mitglieder sind ausgeschieden, viele neue Gesichter hinzugekommen.

Sieben Fraktionen sind nunmehr gefordert, konstruktiv zusammen zu arbeiten. Dies erfordert ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft bei allen Beteiligten. Nur wenn jeder bereit ist, dem anderen zuzuhören und auf Maximalforderungen zu verzichten, können auf Dauer tragfähige Mehrheiten entstehen. Jedes Gemeinderatsmitglied, das sich heute über das angeblich oder tatsächlich schlechte Klima im Gemeinderat beklagt, sollte kritisch hinterfragen, was es selbst dazu beiträgt, das Klima zu verbessern.

Mitte Oktober geht der Gemeinderat zwei Tage in Klausur. In diesem Rahmen soll versucht werden, eine gemeinsame Basis für das weitere Vorgehen in der Ortsentwicklung zu finden. Dabei sollten alle Teilnehmer möglichst unvoreingenommen in die Diskussion gehen. Nur so ist ein zielführendes Arbeiten möglich.

Bürgermeister Heinz Hilger und die VFW-Gemeinderäte werden ihren Beitrag dazu leisten, dass diese Klausurtagung die Grundlage für eine erfolgreiche Gemeinderatsarbeit wird.

Mit freundlichen Grüßen
VFW Kirchheim-Heimstetten e.V.
Hermann Holzhammer
1. Vorsitzender

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Kolumne vom 9. Juli 2008

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Kolumne vom 2. April 2008

Wahlnachlese und Ausblick

Vor genau einem Monat waren die Kommunalwahlen, bei der Sie, liebe Mitbürger, bestimmt haben, wer in den nächsten sechs Jahren die Geschicke und die Entwicklung Ihrer Heimatgemeinde in die Hand nehmen soll. Sehr viele von Ihnen haben sich für die VFW-Kandidaten entschieden und uns insgesamt sieben Gemeinderatsmandate verschafft.

Bei der Stichwahl entschieden Sie sich dann mehrheitlich dafür, dass unser langjähriger Bürgermeister auch weiterhin im Amt bleibt. Für dieses große Vertrauen bedankt sich die VFW - allen voran Heinz Hilger und die gewählten VFW-Gemeinderäte - bei allen Wählern sehr herzlich!

Uns ist natürlich bewusst, dass nicht alle mit den Wahlergebnissen einverstanden sind, nachdem sie ihre Stimmen anderen politischen Gruppierungen und Parteien gegeben hatten. Aber was ist davon zu halten, wenn man kurz nach der Stichwahl in diversen Veröffentlichungen lesen kann, dass Bürgermeister Hilger und die VFW gar keine räumliche Verbindung der beiden Ortsteile Kirchheim und Heimstetten wollen und unsere Gemeinde weiterhin im „Dornröschenschlaf“ versinken wird?

Wer unser Programm für die nächsten sechs Jahre genau gelesen hat, wird feststellen, dass wir gemäß unserem Wahlkampfmotto „ein grünes Herz“ und „ein vernünftige Weiterentwicklung“ für Kirchheim wollen und mit Nachdruck dafür eintreten werden. Wir möchten sehr wohl einen gemeinsamen zentralen Bereich, den wir das „Herz“ der Gemeinde nennen. Wir wollen auch die Siedlungsräume im Ort maßvoll an mehreren Stellen erweitern.

Und der sogenannte „Dornröschenschlaf“? Wer das behauptet, will nur nicht anerkennen, was in den bisher 18 Jahren unter der Regie von Bürgermeister Hilger alles für die Gemeinde geschaffen wurde. Lesen Sie dazu einfach noch einmal unsere VFW-Informationen „Von Stillstand keine Spur“ vom Februar 2008! Auf unserer Homepage finden Sie noch einige Nachrichten der vergangenen sechs Jahre. Dort können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie die VFW bisher zum Thema Ortsmitte stand. Wir freuen uns sehr darüber, dass eine große Zahl von Bürgern das Ortszentrum nicht so will wie geplant und auch einige der bisherigen Befürworter im „alten“ Gemeinderat dies mittlerweile zur Kenntnis genommen haben.

Die gewählten VFW-Vertreter werden in den nächsten sechs Jahren im Gemeinderat ihre ganze Kraft zum Wohle Kirchheims - und zwar aller Ortsteile - einsetzen!

Angela Hilger
Gemeinderätin der VFW

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Kolumne vom Februar 2008

Kolumne02_08

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Kolumne vom Dezember 2007

Kolumne1207
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Kolumne der VFW vom Oktober 2007:

Lebensqualität in Kirchheim?!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

was halten Sie von folgenden Aussagen?

„Wenn wir die neue Ortsmitte nicht bald bauen, sinkt die Lebensqualität in Kirchheim noch weiter!“ „Der Wert unserer Eigenheime fällt rapide, wenn wir jetzt nicht endlich das Ortszentrum bauen!“ „Wir wollen, dass unsere Gemeinde lebenswert wird!“ „Fast 18 Jahre Stillstand, das genügt!“ Das sind Zitate einige Befürworter der geplanten Ortsmitte, gerichtet an die sog. „Verhinderer“ im Gemeinderat!

Lassen Sie mich meine ganz persönlichen Gedanken zu zwei Begriffen aus den obigen Aussagen niederschreiben, zu „Lebensqualität“ und „lebenswert“. Vorausschicken möchte ich, dass ich seit gut 30 Jahren in der Gemeinde Kirchheim wohne und ebenso lange auch hier arbeite. Ich lebe sehr gerne hier mit meiner Familie, mit zwei Kindern und einem Enkelkind, halte Kirchheim also durchaus für lebenswert, sonst wäre ich sicher schon längst weggezogen.

Für mich sinkt die Lebensqualität ganz und gar nicht, wenn nicht möglichst bald fast 5000 neue Einwohner dazu kommen oder wenn kein großer Verbrauchermarkt die geplante Ortsmitte zum Magneten macht. Eine große Portion an Lebensqualität bedeuten für mich aber die optimalen Bedingungen, die unter der Regie des amtierenden Bürgermeisters für unsere Kinder und Jugendlichen geschaffen wurden. Lesen Sie selbst und bilden Sie sich Ihr Urteil!

Das alles bietet unsere Gemeinde für Kinder und Jugendliche:

1 Krippe, 1 Krippengruppe, 5 Kindergärten, 3 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1 Gymnasium, 1 Realschule in unmittelbarer Nachbarschaft, 1 Hort, 1 Hortgruppe, Mittagsbetreuung an allen Schulen, Ganztagsbetreuung sowie Schulsozialarbeiter an 3 Schulen,1 Jugendheim, 1 selbstverwaltetes Jugendheim, Streetworker, Familienzentrum, eine Skateboard-Anlage, außerdem zahlreiche Spielplätze, Sporteinrichtungen jeglicher Art, Vereine, 24 gemeindeeigene Wohnungen an der Zugspitzstraße explizit für junge Einheimische, …

Für die Kinder- und Jugendförderung, auch in den verschiedenen Vereinen, zahlt die Gemeinde jedes Jahr weit über 1 Million Euro. Sämtliche Kinder- und Jugendeinrichtungen sind hervorragend ausgestattet und werden laufend mit hohem finanziellem Aufwand in bestem Zustand gehalten. Weitere Krippenplätze für die Kinder auf der Warteliste sind bereits in Planung.

Von „Stillstand“ keine Spur, finde ich!

In der nächsten Kolumne werden wir von der VFW über weitere Bereiche berichten, wo sich Lebensqualität in Kirchheim dokumentiert.

Angela Hilger, Gemeinderätin

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Kolumne der VFW vom August 2007:

Liebe Kirchheimer Bürgerinnen und Bürger,

Ihre Beteiligung ist gefragt!

Bürgerbeteiligung und Bürgerversammlung

In den nächsten Wochen werden die weiteren Schritte für das geplante Neue Ortszentrum durchgeführt. Eine Bürgerversammlung und die Bürgerbeteiligung werden durchgeführt.

Wir bitten Sie, sich aktiv an diesen Schritten zu beteiligen.

1. Bürgerbeteiligung

Im Rahmen der kommunalen Planung ist eine formelle Beteiligung aller Beteiligten (Bürger, Verbände, andere Behörden) gesetzlich vorgeschrieben. In der Zeit vom 3.9.07 – 12.10.07 können alle Kirchheimer Bürger ihre Anregungen, Vorschläge, Beschwerden oder Einwendungen zum Bebauungsplan für die Neue Ortsmitte schriftlich formulieren. Die Gemeinde, bzw. der Gemeinderat ist verpflichtet, auf alle vorgebrachten Stellungnahmen einzugehen. Die Relevanz für das Verfahren muss geprüft werden und die Stellungnahmen sind für die weitere Planung entsprechend zu berücksichtigen.

Wir bitten Sie daher: Informieren Sie sich im Bauamt der Gemeinde (zu den üblichen Öffnungszeiten). Dort liegen die Pläne aus und ein Modell der Neuen Ortsmitte ist aufgebaut. Die Mitarbeiter des Bauamtes stehen Ihnen für weitergehende Fragen zur Verfügung.

Der Pavillon am Volksfestplatz ist aus unserer Sicht zur Einholung von Informationen ungeeignet. Er wird von den Bauträgern betrieben und dementsprechend „gefärbt“ sind auch die Informationen, die man dort erhält.

2. Bürgerversammlung

Am Donnerstag, 20.9.07 um 19.30 Uhr findet in der Turnhalle der Grund- und Hauptschule eine Bürgerversammlung zum Thema Neue Ortsmitte statt. Darin wird der aktuelle Stand der Planung erläutert und es ist die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen. Nutzen Sie bitte zahlreich auch diese Möglichkeit, sich zu informieren.

Bürgermeister, Planer, Bauträger, Gutachter, etc. werden an diesem Abend ihre Fragen beantworten.

Noch einmal unsere Bitte:
Informieren Sie sich, nutzen Sie die Form der Bürgerbeteiligung, nehmen Sie aktiv an der Bürgerversammlung teil.
Damit Kirchheim lebens- und liebenswert bleibt.

Harald Schottner

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Kolumne der VFW vom Juni 2007

Ortsmitte: Baurecht ist noch in weiter Ferne

„Wann rücken die Bagger an ?“

Häufig hören wir diese Frage, nachdem Ende November 2006 die Mehrheit des Gemeinderates der Einleitung des Änderungs- bzw. Aufstellungsverfahrens für Flächennutzungs- bzw. Bebauungsplan zugestimmt hat.

Vor dem realen Bauen der Gebäude steht jedoch die Schaffung von Baurecht, und das bedeutet, dass hier das gesetzlich vorgeschriebene Bauleit-Verfahren durchzuführen ist. Dieses Verfahren umfasst für die Ortsmitte folgende Schritte:

1. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP)

Im Flächennutzungsplan wird für das gesamte Gemeindegebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung in Grundzügen dargestellt. Z. B. werden die vorgesehenen Flächen für Bebauung, Verkehrsanlagen, Grünflächen, Landwirtschaft, Waldflächen etc. dargestellt. Zum FNP gehört auch ein Umweltbericht, in dem die maßgeblichen Belange des Umweltschutzes darzulegen sind.

2. Bebauungsplan

Der Bebauungsplan entwickelt sich aus dem FNP und beschränkt sich auf Teile des Gemeindegebietes. Er enthält verbindliche Festsetzungen und regelt, wie die Grundstücke bebaut werden können.

3. Planfeststellungsverfahren (für den Deckel)

Verkehrswichtige, überörtliche Straßenbauvorhaben werden mit Planfeststellungsverfahren genehmigt.

Bisher hat der Gemeinderat lediglich die Änderung des Flächennutzungsplans eingeleitet und die Änderung des Bebauungsplans beschlossen.

Nun müssen die Bauträger bei der Regierung von Oberbayern ein Planfeststellungsverfahren für die Überdeckelung der Staatsstraße beantragen.

Bürgerbeteiligung

Bei allen drei Verfahren sind die Bürger und die “Träger öffentlicher Belange” (z. B. Landratsamt, Regierung, Straßenbauamt, Naturschutzbehörden) zu beteiligen. Dazu sind die Pläne und die Begründungen öffentlich (z. B. im Rathaus oder im Bauamt) auszulegen. Jeder Bürger hat das Recht, dort die Unterlagen einzusehen und seine Bedenken und Anregungen innerhalb von vier Wochen schriftlich abzugeben. Eine Bürgerbeteiligung konnte bisher nicht stattfinden, da die dafür erforderlichen Pläne nicht vorliegen.

Damit sich alle Bürger umfassend informieren können, wird die Gemeinde zudem rechtzeitig zu Bürgerversammlungen einladen und die Planung ausführlich erklären.

Bei jedem Verfahrensschritt muss sich der Gemeinderat mit den vorgebrachten Anregungen auseinandersetzen, d. h. sie entweder berücksichtigen oder begründet zurückweisen.

Die Gemeinde Kirchheim kann den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan erst endgültig beschließen, wenn das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist.

 Erst wenn dieses Verfahren endgültig genehmigt ist, können in der Gemeinde Kirchheim die Arbeiten an Flächennutzungsplan und Bebauungsplan fertig gestellt werden.

Sind alle Verfahren abgeschlossen – das dauert in der Regel rund zwei Jahre -, dann ist Baurecht geschaffen und die konkreten Bauanträge können eingereicht werden, dann können die Bagger anrücken.

Gerichtsverfahren zum Bürgerbegehren “Bessere Ortsmitte”

Am 20. Juni ist eine Verhandlung angesetzt, die – wahrscheinlich - eine Entscheidung bringen wird, ob ein Bürgerentscheid durchzuführen ist oder nicht. Muss ein Bürgerentscheid durchgeführt werden, ruhen die Verfahren, und falls die Bürger sich für die „bessere Ortsmitte“ entscheiden, ist der Gemeinderat ein Jahr lang an diese Inhalte gebunden.

Wir stehen erst am Anfang eines langen Verfahrens. Die Bürger haben noch alle Möglichkeiten, diese überzogene Planung zu verhindern oder gravierend zu verändern. Nutzen Sie diese Möglichkeiten!

Hermann Holzhammer, VFW-Vorsitzender

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Kolumne der VFW vom Januar 2007

Ein gutes Neues Jahr…!?

In diesem Jahr stehen Entscheidungen an, die die Entwicklung unserer Gemeinde ganz gravierend beeinflussen werden. Bekanntlich wurde im abgelaufenen Jahr der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Neue Ortsmitte“ gefasst. Mit diesem Beschluss ist nur der so genannte „Umgriff“ des Planes festgelegt, also die zu überplanenden Flächen. Mit der Erstellung des eigentlichen Bebauungsplans, der die Details wie Baumasse, Verkehrsplanung, usw. regelt, wurde inzwischen ein Architekturbüro beauftragt. Die Unterlagen sollen bis März dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorliegen. Danach erfolgt die Auslegung und Bürgerbeteiligung.

Die VFW hat den Aufstellungsbeschuss abgelehnt, da die Pläne aus unserer Sicht inhaltlich überholt sind und wir das gesamte Vorgehen für grundlegend falsch halten.

Mit der Umsetzung der Pläne entsteht keine Ortsmitte, sondern ein weiterer Ortsteil zwischen Kirchheim und Heimstetten. Die beiden gewachsenen Ortsteile Kirchheim und Heimstetten haben ihre eigene Identität und Infrastruktur (z. B. Kirchen, Feuerwehr, Vereine etc.). Ich habe bisher noch keinen Heimstettener Bürger getroffen, der sich künftig als „Kirchheimer“ fühlen wird (oder umgekehrt), wenn die Flächen zwischen den beiden Teilen zubetoniert sind.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans hat eine Dimension, die aus meiner Sicht nicht beherrschbar ist. Der geplante Einwohnerzuwachs entspricht fast der Größe einer Gemeinde wie Aschheim (ohne Dornach). Es gibt in ganz Bayern kein annähernd vergleichbares Projekt, wo eine Gemeinde versucht hat, so etwas in einen Bebauungsplan abzuwickeln. Gemeinden wie Poing, Feldkirchen etc., die auch erheblichen Einwohnerzuwachs planen, teilen die Flächen in viele kleinere Bebauungspläne auf. Damit haben sie ganz andere Steuerungsinstrumente, um sowohl inhaltlich wie auch zeitlich auf veränderte Bedingungen reagieren zu können. Dies ist nicht unbedingt im Interesse der Grundstückseigentümer. Diese wollen verständlicherweise möglichst schnell Baurecht für die gesamte Fläche, da mit dem Baurecht ein immenser Wertzuwachs verbunden ist. Zur Verdeutlichung der Dimensionen: Nachdem der Gemeinderat 1990 den damaligen Plan verworfen hatte, hatte ein Bauträger die Gemeinde wegen vermeintlichen „Baurechtsentzug“ auf Schadenersatz in Höhe von über 60 Mio. (damals noch DM) für entgangenen Gewinn verklagt. Damals war die geplante Geschossfläche etwas mehr als die Hälfte der heutigen Planung und der Bauträger besaß davon knapp ein Drittel.

Die VFW wird alles tun, um die Bürgerinnen und Bürger zeitnah und umfassend über weiteren Planungen und ihre Rechte in den einzelnen Verfahrensschritten zu informieren. Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele die Angebote wahrnehmen würden. Auch wollen wir Sie auffordern aktiv die Institutionen zu unterstützen, die sich kritisch mit den Planungen auseinander setzen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen für das Neue Jahr Gesundheit, viel Glück und Erfolg.

Hermann Holzhammer
Gemeinderat, VFW-Fraktion

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